Art:                 Ansprache

 

Anlass:                     Dankesrede zum Geburtstag

Mitwirkende:            

Requisiten:             ...

 

Quelle:                      H.E.

 

Vielen Dank für die guten Wünsche:

 

Zum 50. Geburtstag

 

 

Ich habe es geahnt, fast befürchtet, dass ich heute doch noch einige Worte sagen muss.

Aber was?

 

Ich bin jetzt wohl – anerkanntermaßen – ein Oldi oder Oldtimer , in den 50ern und aus den 50ern.

 

Ein so altes Modell zeigt sich in der Form etwas rund ( Bauch), der Lack ist verblasst, mancherorts sieht man sogar schon das Weißblech durchschimmern ( Haare)

 

Die Lichter bringen auch nicht mehr immer den vollen Durchblick (Brille), manchmal ruckelt und zuckelt es schon, denn es ist etwas Zucker im Tank und der Motor bringt nicht mehr die alte Leistung, den die Ventile sind wegen des zu hohen Innendrucks schon etwas ausgeschlagen.

 

Nur die Bereifung ( Sandalen) ist immer noch die gleiche wie seit Jahrzehnten.

 

 

Was also anfangen mit dem Oldi?

 

Manche würden ihn vielleicht gerne verschrotten, um Platz zu schaffen für einen modernen, neuen Flitzer, mit dem man auch mehr Staat machen könnte. Oder ihn zumindest eintauschen gegen ein etwas neueres Modell mit mehr PS, mehr Leistung und zugleich geringeren Kosten im Unterhalt.

 

Andere, und dazu zählt hoffentlich wenigstens meine Familie, haben sich an den Alten – pardon: an das alte Gefährt über die Jahre gewöhnt und wollen es doch noch nicht missen.

 

Gelegentlich – und wenn man ihn besonders herausputzt – ist der Oldi vielleicht ja doch noch vorzeigbar und nicht immer nur ( wie meine Tochter oft meint) nur „peinlich“. Immerhin, er läuft ja noch und tut – meist – was man von ihm erwartet.

 

 

Und wie sieht die Zukunft wohl aus?

 

Weiter die Pflicht tun, aber – vom 4. In den 5. Gang schalten, d.h., das bisherige Tempo in etwa halten, bei einer etwas kräftesparenderen Übersetzung der eingesetzten Energie.

 

Also: nicht mehr auf Pedaldruck anspringen, Gas geben und mit qualmenden Reifen dem gesteckten Ziel entgegensteuern, sondern sanft gleitend den eingeschlagenen Weg zurücklegen.

 

So dass der Wagen hoffentlich noch etliche Jahre läuft und läuft und läuft....

 

 

Ob dies gelingt, klären wir in 10 Jahren.