Art:                 Gedicht

 

Anlass:                     z.B. Hochzeit, ....

Mitwirkende:           z.B. 2 Sprecher im Wechsel

                                   (Die Namen der Vortragenden beginnen hier mit H. bzw. M;

                                     und der Name des Kindes mit D.)

Requisiten:             diverse Geschenke,
                                   die stets mit einem der Leitbuchstaben beginnen

Quelle:                      H.E.

 

 

Die Liebe geht durch den Magen !

 

1.

Ganz unverhofft, vor ein’ger Zeit

da haben wir erfahren,

dass es nun endlich sei so weit!

Zur Hochzeit wurd’ eingeladen.

 

 

2.

AAA und  BBB – dort die zwei –

wollten sich nun verbinden.

Und – weil’s auch an der Zeit nun sei –

eine eigene Familie gründen.

 

3.

Die Freude war zuerst recht groß.

Doch dann kamen uns Bedenken,

denn – was sollen wir den Beiden bloß

zum Anlaß eigentlich schenken?

 

4.

Was schenken, war also die Frag’.

Es stand manches zur Wahl.

So manche Nacht, so manchen Tag,

war dies nun uns’re Qual.

 

5.

Wir überlegten hin und her,

was haben die wohl noch nicht?

Und zusätzlich fiel uns noch schwer

das Verfassen von einem Gedicht.

 

 

6.

Denn ‚s ist alter Brauch in unserm Kreis

an ganz besonderen Tagen

in Schüttelreimen – wie macher weiß

Laudatio zu sagen.

 

7.

Plötzlich meldete ( Kindername) Hunger an.

Da war’s uns sonnenklar,

dass essen müssen Kind, Frau und Mann,

dass das die Lösung war.

 

8.

‚s ist ja bekannt, ich darf das sagen,

auch wenn man’s oft vergisst

die Liebe geht oft durch den Magen,

weil jeder (M)man(n) nun mal gern isst.

 

9.

Deshalb einen Korb bis oben voll

mit Gaben woll’n wird bringen.

Damit die Zweisamkeit euch soll

wie ein Festmahl gelingen.

 

 

10.

Jedoch – das Geschenk sollte persönlich sein,

ihr solltet an uns denken.

Die Idee viel uns dann ein,

nach Initialen euch zu beschenken.

 

 

11.

Ihr lieben Gäste – wohlbekannt –

was  von uns ihr nun empfanget,

reicht es stets weiter von Hand zu Hand

bis zum Brautpaar es gelanget.

 

 

12.

Hubert , so heiß’ ich, wie man weiß,

mit H will ich nun grüßen.

Honig soll euch manchen Tag,

das Frühstück nun versüßen.

 

 

13.

Als Marlies bin ich euch bekannt,

und eh viel Zeit verrinnt,

bring ich euch auch so allerhand,

das stets mit M beginnt.

 

 

14.

Aus unsrer Familie steh’n hier nur zwei,

doch aus Diana will gratulieren.

So sind auch Sachen mit D dabei,

die bald eure Küchen soll’n zieren.

 

 

15.

Milch macht müde Männer munter,

verspricht die Werbung dann und wann.

Drum XXX, schluck das Zeug nun runter,

dann stehst du täglich deinen Mann.

 

 

16.

Und Haferflocken geb’ ich aus,

man kann lang davon zehren.

Falls mal die Köchin außer Haus,

kann man sich davon nähren.

 

 

17.

Ein jeder Schwabe liebt sie heiß,

Maultaschen in der Brühe.

sie machen Arbeit, wie man weiß,

doch es lohnt sich jede Mühe.

 

 

18.

Dass die Verdauung funktioniert,

gehör’n zum Hauptgerichte,

ich sag’ es gänzlich ungeniert,

ballaststoffreiche Hülsenfrüchte.

 

 

19. Heut’ achtet man auch auf das Gewicht,

der schlanken Taille wegen.

Passen zu jedem Hauptgericht,

Mineralwasser kommt dem entgegen.

 

 

20.

Viele Menschen liebens heiß,

ein Hähnchen zart gebraten.

Dazu noch Wein, am besten weiß,

so wird das Mahl geraten.

 

 

21.

Als Beilage hab’ ich gedacht,

Makkaroni, die passen immer,

Doch Vorsicht stets, weil dich sie macht

Doch andres ist doch schlimmer.

 

 

22.

Hat man zuviel vom guten Wein,

mehr als man mag vertragen,

ein Hering kann die Rettung sein,

für einen sauren Magen.

 

 

23.

Hängt mal der Ehesegen krumm

findet man nirgends Trost,

und ist einem alles viel zu dumm

stets hilft ein Gläschen Most.

 

 

24.

Als Hauptgericht erdachte ich

etwas, das über alle Maen

wohlschmeckt einfach königlich

ich dacht’ an einen Hasen.

 

 

25.

Jedoch – wir haben selbst so’n Tier.

Ein netter Kerl, wie euch bekannt.

Als Surrogat drum haben wir

‚nen Osterhasen hier zur Hand.

 

 

26.

Der Osterhase von vorher,

der mag wohl keine Möhren.

Doch Menschen dafür um so mehr

wollen sie nicht entbehren.

 

 

27.

Jetzt aufgepasst, die Nase zu!

Nicht jeder mag’s ertragen.

Ein Harzer-Käse kommt im Nu,

denn Käse schließt den Magen.

 

 

28.

Ein Schluß kommt auch beim besten Mahl.

Noch Obst wär’ jetzt nicht ohne.

Wir erleichtern euch die Qual der Wahl,

mit dieser feinen Melone.

 

 

29.

Am Ende eines Festdinnes,

schmeckt selbst dem größten Schlucker,

einTässchen starken Mokka-Kaffees

ohne Milch und Zucker.

 

 

30.

Als i-Tüpfelchen dann noch ganz zum Schluss

nach reichlich genossenem Manna,

für Raucher stets ein Hochgenuss

eine Zigarre aus Havanna.

 

 

31.

Es heißt zwar stets die Damen

wären dem Süßen zugetan.

Doch ich nenn es hier beim Namen,

auch XXX schmeckt das Marzipan.

 

 

32.

Zum Dinner bieten wir euch an

Dörrobst, Dauerwurst, Gurken in Dill,

und Dosenbier, zum Trinken an,

sofern man solches will.

 

 

33.

Die Diana wollte gar zum Schluss

zwar nach reiflichem Bedenken

ihr Lieblingsstück, ihr Hochgenuss,

ihren Daumen wollt’ sie schenken.

 

 

34.

Jedoch – sie hat nur davon zwei

beide braucht wohl unser Schatz.

Statt dessen bringen wir herbei

Dauerlutscher als Ersatz.

 

 

35.

Es stört manchmal auf Urlaubsreise

ein Kratzenreiz tief drin im Hals,

hier hilft oft nichts auf schnelle Weise,

ein Hustenbonbon allenfalls.

 

36.

Inzwischen seh’ ich’s allen an,

wie euch die Mägen knurren.

Ob groß, ob klein, ob Frau ob Mann,

ihr braucht gar nicht zu murren.

 

 

37.

Ein jeder Schlecker hier im Raum

darf sich aus diesem Topf

ihr hört’s, ihr staunt und glaubt es kaum

nehmen einen Mohrenkopf.

 

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38.

Das Leben hält auch oft bereit

ich sag’s in aller Kürze

nicht nur Freude, auch mal Streit

sind des Lebens Würze.

 

 

39.

Ein Festmahl jedoch nur gelingt

wie ich die Sache sehe,

wenn jeder seinen Teil einbringt,

Dies gilt auch für die Ehe.

 

 

40.

Wenn jeder Koch alleine rührt,

wird selten was gelingen.

Dies hat ein mancher schon verspürt

und kann ein Liedchen davon singen.

 

 

41.

Denn nur die abgestimmte Tag,

zeitigt ein wohl Ergebnis.

Nur so – ihr erlaubt uns diesen Rat-

wird Ehe zum Erlebnis.

 

 

42.

Wir kommen nun zum Schluss für heut’

Gottlob wir sind am Ende!

Und wenn’s euch hat gefreut ihr Leut’

klatscht eifrig in die Hände.

 

 

x.

Sollte der Klapperstorch einmal

einkehren hier bei Nacht.

für diesen ganz speziellen Fall

haben wird dies noch mitgebracht.

 

( hier soll sich jeder selbst was passendes einfallen lassen !)