Art:                 Ansprache

 Anlass:                     Moderator einer Fasnetsveranstaltung

Mitwirkende:            

Requisiten:             ...

Quelle:                      H.E.


Fasnetsmuffels Klage:

Ein Mensch – ein Lehrer! – faschingssauer

gestand mir unter leichtem Schauer

„Ich glaub* mir geht es an den Kragen,

ich bin zur Fasnet eingeladen.

Was bleibt mir übrig  ich muß hin

auch wenn ich gar nicht lustig bin.

Was solls!

 Ein buntes Hemd zieh* ich mir über

und schon erkennt mich keiner wieder.

Duff da, duff da – lasst mich herein

ich will heut’ narrisch närrisch sein!

 Doch hätt’ ich lieber abgeschrieben!

Ach wär* ich blos daheim geblieben!“

 

Denn Fasnet – ist für mich ein Schmarren,

ich leb’ ja täglich unter Narren.

Ich sehe doch das ganze Jahr

gefleckte Hosen – grüne Haar’

Hör’ dumme Sprüch’, soll wohl auch lachen

wenn andre ihre „Späßchen“ machen.

Soll stets fröhlich, lustig sein

soll stets verbreiten Sonnenschein.

Soll mit viel Witz stets motivieren

und niemals die Geduld verlieren.

Doch lieg ich mal im Ton daneben

wird’s gleich ‚nen riesen Aufstand geben.

Tret’ ich mal in den Napf mit Fett

lacht niemand, findets niemand nett.

Und deshalb kam ich zu dem Schluß

Fasnet ist doch nur ein Stuß.

Und still gedenk ich meiner Lieben.

Ach wär ich doch daheim geblieben.

 

So steht hier alles aufgeschrieben

Ich glaub’, da wurde stark übertrieben

Im Alltag mag – in diesem Haus

ich schließ’ das keineswegs ganz aus

vieles wenig lustvoll sein

Gründe fall’n mir viele ein.

Manch einer, wenn der Frust ihn packt

hätt’ lieber gern „Adieu“ gesagt.

und „Macht doch euren Dreck allein!

Ich will nicht mehr der Dumme sein.“

Doch grad wer ein Jahr lang – oder mehr

sich selbst im Zaum hielt -  bitte sehr –

gerade der – so hier mein Rat

meld’ heut’ sich laut, schreit’ gar zur Tat

und nutz’ die Chance, die Narrenkappe

erlaubt ihm heut’ die frechste Klappe.

und – wer heut’ abwägt jeden Satz

der ist fürwahr hier falsch am Platz.

Drum auch kein Runzeln, Murren, Schelten

die Narrenfreiheit soll heut’ gelten.

Wenn euch heut’ jemand furchtbar geckt

bedenkt- welch’ Kern im Pudel steckt.

Nehmt euch heut’ Zeit für Fröhlichkeit

uns seit zu jedem Jux bereit.

Laßt euch mal heute richtig gehen

wir wollen Fröhliche nur sehn.

Ich tret’ nun ab und such’ mein Glas

Ich wünsche allen recht viel Spaß!