Art:                  Gedicht

 

Anlass:                     z.B.....

Mitwirkende:         

Requisiten:             

 

Quelle:                      B.H.

 

 

Die Nas !

 

Die Nas, von der ich jetzt bericht

die trägt man mitten im Gesicht.

Und das Gesicht wird durch die Nas

erst ein Gesicht so viele ich waaß.

Weil: zwei Backen und ein Loch allein

das könnte auch was andres sein.

 

Nun gibt es Nasen aller Form

Kolben, Zinken, ganz ernorm,

Gurken, Zacken aller Art

Rüssel, nackig und behaart,

kleine Knuppel, dicke Knurze,

gerade, krumme, lange, kurze,

vorne dran herum verdickte,

Boxernasen, eingedrückte,

Himmelfahrts- und Hänge –riecher

und 1000 andre Nasenviecher.

 

Doch lasst euch bitte täuschen nicht:

Net jede Nas hält, was sie verspricht,

Ein Näs’chen, ist es noch so fein

kann auerdem ne Rotznas sein.

 

Betrachtet die Nas man anatomisch,

dann ist sie originell und komisch

denn unten ist die Nasenspitz,

die Wurzel oben, was ein Witz!

Vorne hat die Nas ihrn Rücken

und innen kann man Haar erblicken.

Die Nas hat auch ein Flügelpaar,

zwei Nasenflügel, das ist klar,

Doch weiter sich der Unsinn häuft,

die Nas, die fliegt nicht, nein:  - sie läuft!

Was kann die laufen, jesses nein

und das mit einem einzigen Bein!

 

Die Nas ist ähnlich wie die Ohren,

man kann mit Fingern darin bohren,

Tief in die Nasenlöcher unten,

was da gesucht wird – und gefunden,

und wie die Leut’ das all verwenden

das gäb ein Vortrag ohne Ende.

 

Man trägt die Nas nicht nur zum Schmuck,

sie dient auch andren Zwecken. Guck!

Zum Beispiel kann man mit ihr riechen,

was zwar nicht immer ein Vergnügen.

Bei Wohlgerüchen – Gott sei Dank!

dagegen gar nicht – bei Gestank.

 

Man kann auch schnaufen durch die Nase

und Rauch durch ihre Löcher blasen.

Sie dient als Lager für die Brille

man kann sie pudern, wenn man will.

Die Eskimos tun wie wir wissen,

sogar sich mit der Nase küssen.

Man kann sie vielerlei benutzen,

man braucht sie auch zum Nase putzen.

Ein jeder putzt sie auf seine Weise

die eine laut, der andre leise.

Man kann ein Nasenloch verschließen

mit Luftdruck aus dem anderen schießen,

oder aus beiden Löchern sprühn.

oder sie übern Ärmel ziehn.

Man kann als Aufzug sie missbrauchen

.... ( hochziehen )...

Wer diese Möglichkeit doch scheut,

für den gibt’s Taschentücher heut.

 

Die Nas enthält in großer Fülle,

alle möglichen Bazille.

Sind sie zuviel, so kann man diese

anderen auf den Anzug niesen.

Und gleich darauf kriegt man seinen Dank

die Nas hat Schnupfen, sie wird krank.

Dabei gewinnt die Nas an Feuchte,

wird rot und dick, fängt an zu leuchten.

Der Nas ihr Näss ist nicht zu stopfen

es fallen bald die ersten Tropfen

Arzneien haben wenig Sinn,

weil die dem Schnupfen schnuppe sind.

 

Jetzt gäbs der Sprüch noch jede Menge

doch zieh die Nas ich in die Länge,

dann habt ihr bald die Nase voll

weil das doch endlich enden soll.

So tut mir bitte einen Gefallen,

fasst an die eigne Nas euch alle

und steckt sie nicht in andre Leut

ihren Kram --- weil die’s nicht freut.

Das ist, weil alles enden muß

der Nasenweisheit letzter Schluß!